Laktatschwelle

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Das erste Trainingslager überlebt

Den ersten Mai habe ich genutzt um an dem verlängerten Wochenende ins Trainingslager an den Sorpesee zu fahren. Dort stand dann 4 Tage Rennrad auf dem Programm. Eine Woche nach dem Hermannslauf eine gute Idee 😉

Die Anreise ins Sauerland wird natürlich auch schon mit dem Rennrad absolviert. Ich hatte mir eine schöne lockere Tour mit einer lustigen Truppe bei bestem Wetter vorgestellt. Schließlich sind das 90 km und den ersten Tag eines Trainingslagers sollte man ja bekanntlich “locker angehen lassen”. Da habe ich aber die Rechnung ohne Werner gemacht. Werner ist ein “paar Jährchen” älter als ich und die hat der gute Mann gefühlt auf dem Rennrad verbracht. Werner ist eine Rennradmaschine. Wir fahren los. Werner gibt Gas und mir wurde schnell klar, das ich den lockeren Grundlagenbereich an diesem Wochenende getrost vergessen kann. Dann kamen noch Regen und die Berge dazu und irgendwo in Arnsberg war ein abgesenkter Bordstein stärker als ich und ich lag auf der Schnauze. Das Resultat: Abschürfungen an Knie und Ellenbogen und ein amtlicher blauer Fleck auf der Hüfte. Sah schlimmer aus als es war und ich hatte am ersten Tag schon eine amtliche Trophäe im Gepäck. 🙂

Die restlichen Tage folgten grob folgendem Ablauf:

  • Aufstehen gegen 8:00
  • Frühstück um 9:00
  • Pumpen, Ölen, Schmieren, Schrauben
  • Abfahrt um 10:00 mit ganzen Truppe
  • Ankunft gegen 17:00 Uhr
  • Duschen
  • Klamotten trocknen, ausruhen
  • Essen um 19:00, ordentlich Kalorien tanken
  • Triathlon-Latein mit dem Vereinskameraden, ausschließlich alkoholfreies Weizen trinken 😉
  • Schlafen um 22:00

Als blutiger Anfänger hatte ich mir noch meine Laufklamotten mitgenommen. Ich hätte mich aber selbst für verrückt erklärt, wenn ich mich nach 6h Rennrad dann noch in Laufschuhen wiedergefunden hätte.

Überraschenderweise war ich zwar jeden Abend total im Eimer, das Fahren ging aber von Tag zu Tag gefühlt besser und die 100km Rückfahrt hat dann sogar noch richtig Spaß gemacht. Den Hermann hab ich schon gemerkt aber den Fahrmaschinen aus dem Verein wäre ich auch ohne Hermann garantiert nicht davongefahren. Die Jungs haben’s drauf, haben mich aber nie alleine den Berg hochquälen lassenIMG_7283

Insgesamt hab ich ca. 440km und 4600 Höhenmeter in die Pedale getreten und dafür fast 20h gebraucht. Das gibt schon ordentlich Hubraum. Man muss eben immer wieder seine Komfortzone verlassen um einen Schritt weiterzukommen.

Auf Magnesium habe ich an den vier Tagen jedenfalls gerne verzichtet und das Bild vom blauen Fleck habe ich genommen um dem Artikel etwas Dramatik zu verleihen. 🙂

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