Laktatschwelle

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Elektrorennrad XDURO Race von Haibike

Ich verabscheue Elektroräder, zumindest bei Leuten die eigentlich noch fit genug sein sollten um selbst in die Pedale zu treten. Wer schnell bergab fahren möchte, soll sich das gefälligst selbst erarbeiten. Allgemein, sollte schnell sein das Resultat harter Arbeit sein, zumindest wenn man es Sport nennen möchte. So meine naive, persönliche, unreflektierte Meinung… und ja, ich gebe zu, dass ich beim Skifahren auch nicht jeden Berg vorab selbst bestiegen habe.

Heute habe ich aber das Haibike XDURO Race 28 (Herstellerinfo) gesehen! Ein Elektrorennrad. Alter Schwede, geiles Teil!!!! Das sieht mal gar nicht nach der Krückstütze von Tante Marianne sondern nach einer echten Rennmaschine aus. Aero-Rahmen, Hochprofilfelgen, Scheibenbremensen und dazu ein Bosch-Motor und eine ordentliche Shimano Ultegra verbaut. Der Rahmen hat eine sehr Rennrad-naha Geometrie. Der Akku (400 Wattstunden) und Motor sind super integriert. Allein die Lenkerform wirkt auf mich etwas untypische. Das Monster wiegt 18 kg und treibt dich mich 250 Watt Nennleistung an. Zur Orientierung: Bei 250 Watt über 20 Minuten hab ich meine Laktatschwelle unter Garantie überschritten. Das Teil läuft 45 km/h und gilt damit gesetzlich praktisch als Mofa. Bin gespannt, ob sich jemand mit dem Teil auf die Cyclassics schummelt 😉

Pedelecs hatte ich selbst immer in diese City-Rad bis MTB-als-City-Rad-genutzt Schublade einsortiert. Mein Rennrad-Weltbild mit religiös-ähnlichen Ansichten zu Campagnolo, Sram, Sockenfarben, Stahlrahmen, Höhenmetern, Titanschrauben und Co. hatte mir diese Option bislang verwehrt. Ein Elektrorennrad hatte ich echt nicht auf dem Schirm. Ein Fehler, wie ich beim XDURO Race sagen muss.

Ein Wermutstropfen bleibt: 6.299 EUR wollen investiert werden, wenn man sich lässig ins Büro beamen lassen will.

Elektrorennrad eine echte Alternative?

Schwächeren Radfahrern eröffnet man damit ohne Frage das Erlebnis an langen Ausfahrten teilnehmen zu können. Sport treibt man mit so einem Mofa allerdings nicht. Da bevorzuge ich weiterhin das reguläre Rennrad mit Muskelkraftantrieb und bleibe bei meiner Meinung, dass sich auch bitte nicht sportlich fühlen sollte, wenn man mit einem E-Bike unterwegs ist.

Der untrainierte (aber sicher sehr ambitionierte) Mann, kommt dann auch mit dem Elektrorennrad seiner Frau hinterher – oder umgekehrt. Das sorgt dann vielleicht dafür, dass man Lust darauf bekommt mit echtem Schweiß anstatt mit Strom aus der Steckdose für den Spaß zu bezahlen. E-Bikes sind jedenfalls omnipräsent und die Entwicklung fängt erst jetzt richtig an, wie man eindrucksvoll am XDURO Race sehen kann.

Das Beitragsbild hab ich von http://www.haibike.de, hoffe das geht in Ordnung, Leute!

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