Vorweg: Liebe Mama, keine Sorge: Das ist kein ganzer Ironman, sondern nur ein halber.

Ich bin jetzt seit einigen Wochen dabei mich halbwegs gezielt auf diese Mitteldistanz vorzubereiten. Training “nach Lust und Laune” ist nicht mein Stil. Ich gehe sowas gerne “verkopft” also populär-/laienwissenschaftlich an. 🙂

Da ich Ende September aber in Berlin meine eine neue Marathonbestzeit aufstellen möchte und mir das aktuell wichtiger ist, hat das Lauftraining für mich Prio 1. Ich habe mich also entschlossen, grundsätzlich einen Marathontrainingsplan zu absolvieren und die Rad- und Schwimmeinheiten “nebenbei” unterzubringen. Beim Schwimmen kann ich so kurzfristig eh nicht mehr deutlich verbessern und das Radfahren wird schon gut hinhauen. Außerdem profitiert das Radfahren auch vom Laufen. Spezifitäts-Paradigma hin oder her. Ist meine Erfahrung und Meinung.

Das bisherige Training im Juli

Das strukturierte Training fing tatsächlich erst in der zweiten Juli-Woche an. Vorher war irgendwas. keine Lust, keine zeit oder krank. Ich weiß es nicht mehr. Jedenfalls habe ich mich für einen Marathonplan entschieden, der eher kurze aber dafür intensive Einheiten vorsieht. Das spart Zeit. Bislang habe ich eher “lang und locker” gemacht.

13. bis 19.07.2015

Die Woche habe ich mit Rad, Laufen und Schwimmen begonnen. Konnte dann aber im Verlauf meine geplanten Einheiten nicht alle schaffen. War auch beim Vereins-Lauftraining. Intervalle laufen sich in der Gruppe auf der Bahn einfach besser. Gelaufen bin ich “nur” 6h, damit aber den Plan komplett erfüllt. Konnte auch zweimal Radfahren und war zweimal Schwimmen. Für Kniebeugen und Stabi hat’s dann aber nicht gereicht. 15 Minuten Yoga hab ich zum ersten Mal gemacht und das gut. mache ich ab jetzt öfter. Insgesamt war ich diese Woche 13h am Schwitzen.

20. bis 26.07.2015

Gut mit Kraftausderintervallen auf dem Rad gestartet und dabei die Wattleistung gegenüber der Vorwoche hochgeschraubt. Dienstag wieder Vereinstraining und irgendwie habe ich es dann noch ins Hallenbad geschafft. Donnerstag war ich wieder auf dem Rad. Am Freitag habe ich es denn übertrieben. Morgens mit dem Rad ins Büro, abends eine Marathontempo-Einheit mit Alex bei knapp 30°C und dann mit dem Rad zurück. Die Tempoeinheit hat mir echt den Zahn gezogen. Musste einen km vorher abbrechen und war total im Eimer. Dieses Tempo über 42km zu halten, an dem Tag unvorstellbar. Samstag dann den langen Lauf gemacht, alles gut. Abends auf einer Hochzeit gewesen und am Sonntag mit dem Trauzeugen noch 50km auf dem Rad zum Ausnüchtern unterwegs gewesen. Insgesamt 14h geschwitzt.

27.07. bis 02.08.2015

Wieder mit Kraftintervallen gestartet. Wieder die Leistung verbessern können. Auf dem Rad bin ich aktuell gut unterwegs. Am Dienstag einen kleinen Tempolauf gemacht. Mittwoch knapp 2h auf dem Rad gewesen. Sweet Spot. Donnerstag Pause!!!  Fahrt nach Norderney. Freitag 18km in GA1/2 gelaufen. Vorgabe eingehalten. Samstag 22km langer Lauf und am Sonntag nochmal 10 in GA1/2. So langsam wird’s anstrengend. Insgesamt 10h geschwitzt.

03.08. bis 09.08.2015

Auf Norderney konnte ich kein Radtraining machen. Bin dafür aber zweimal  ca. 1800m im Freiwasser geschwommen. Hat ganz gut geklappt, fand ich. Dafür war ich aber surfen und hab viel am Strand rumgehangen. Die Temperaturen, der Alkohol abends oder einfach die Trainingsvorgaben haben es mir echt übel mitgespielt. Ich konnte nur ein paar der Tempoeinheiten nach Vorgabe umsetzen und das Intervalltraining war reine Quälerei. Die langen Läufe waren easy. habe mich deshalb dazu entschlossen wieder auf den “lang und locker” Plan umzuschwenken.  Frage mich aber ernsthaft, ob ich die 3:15 für den Marathon wirklich noch anstreben sollte.

10. August FTP-Test

Habe einen FTP-Test gemacht und meine Schwelle auf dabei 257 Watt (271 Watt über 20m) gehoben. Mit 71kg bin ich damit offiziell “Kategorie 3” 🙂 Ums Radfahren mache ich mir also keine Kopf mehr.